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Bindungsloses Grundeinkommen in Namibia
(Bericht von der Südafrika-Tagung in Hermannsburg; der Vortrag wurde gehalten von Simone Kanpp von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA)
Namibia hat eine Bevölkerung von 2 Millionen Menschen. Der Index zur Einkommensgerechtigkeit von 0 (absolut gerecht) bis 1 (völlig ungerecht) führt Namibia bei 0,7. Zum Vergleich: Deutschland liegt bei 0,3 („ziemlich gerecht“), zwischen Namibia und Deutschland liegen z. B. Brasilien und Südafrika.
In Namibia sind 40% der Bevölkerung arbeitslos. Armut ist eines der größten Probleme des Landes. Eine Studie hat als mögliche Lösung ein bedingungsloses Grundeinkommen zum Ergebnis. Doch Weltbank und IWF lehnten dieses als unrealistisch ab.
2 comments Juli 4, 2009
Wahl in Südafrika
Heute wird in Südafrika ein neues Parlament gewählt. Spannend wird nicht so sehr, wer die Wahl gewinnt – der ANC wird aller Wahrscheinlichkeit nach als klarer Sieger hervorgehen – sondern wie hoch der Sieg ausfallen wird. Die neu gegründete Partei „cope“ erhofft sich zahlreiche Stimmen von frustrierten ANC-Anhängern. Mit Ergebnissen wird erst in zwei Tagen gerechnet.
Ein Artikel in der ZEIT erläutert Hintergründe. Die ARD berichtet hier und hier über die Parlamentswahl in Südafrika.
Der zukünftige Präsident dürfte auch schon fest stehen: Jacob Zuma.
Mehr Informationen gibt es hier: http://www.elections.org.za/
ERGÄNZUNG: Zum Wahlergebnis in Südafrika hier ein Artikel von SPIEGELonline.
Add comment April 22, 2009
Welt-Aids-Tag
Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember beschäftigen sich die Medien traditionell mit dem Thema HIV/AIDS. Hier einige lesenswerte Artikel zu HIV/AIDS in Südafrika, das jetzt einen neuen Ansatz in der AIDS-Politik verfolgen will:
- Deutsches Ärzteblatt: Südafrika: Umorientierung in der Aids-Politik
- Netzzeitung: Südafrika ändert seine Aids-Politik
- PRinside: Südafrika gedenkt in Schweigeminute der Aids-Opfer
- entwicklungspolitik online: Welt-Aids-Tag 2008: Keine Patente auf Medikament
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung betreiben eine gemeinsame Seite zum Welt-Aids-Tag.
Zum AIDS-Projekt der Partnerschaft der Kirchenkreise Peine und Borwa II gibt es hier weitere Informationen: http://www.kirche-peine.de/users/borwa/inhalt.html#aids-projekt
Add comment Dezember 1, 2008
„Frauen auf afrikanischen Pfaden“
… unter diesem Titel berichtet die Peiner Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 15. Oktober 2008.
Add comment Oktober 26, 2008
Huber und Käßmann in Südafrika
Pressemitteilung der EKD
Eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) besucht ab 10. September Namibia, Südafrika und Äthiopien. Unter Leitung des Vorsitzenden des Rates, Bischof Wolfgang Huber, wird die Delegation bis 22. September in wechselnder Besetzung mit den Ratsmitgliedern Margot Käßmann, Nikolaus Schneider, Gudrun Lindner, Gerrit Noltensmeier und Barbara Rinke sowie dem Bevollmächtigten des Rates bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Stephan Reimers und dem Auslandsbischof der EKD, Martin Schindehütte, in Windhoek, Johannesburg, Pietermaritzburg, Kapstadt und Addis Abeba Station machen.
Neben den Besuchen der ehemals deutschsprachigen Gemeinden im südlichen Afrika und am Horn von Afrika und Gesprächen mit den Kirchen und Kirchenräten in den jeweiligen Reginen wird sich die Ratsdelegation auch Entwicklungsprojekte von Partnerorganisationen von „Brot für die Welt“ und des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) anschauen und Gespräche mit Politikern führen. Dabei wird die Ratsdelegation in allen drei Ländern Projekte besuchen, die sich für HIV-Infizierte und Aids-Kranke einsetzen. In Namibia wird sich die Delegation den Fortschritt der dortigen Landreform erklären lassen. In Äthiopien wollen sich die Ratsmitglieder mit der Verantwortung der Religionen für den Frieden in der Region und der geplanten äthiopischen Gesetzesinitiative zur Einschränkung der Arbeit der Nichtregierungsorganisation und Menschenrechtsgruppen befassen, von der auch Partner des EED und von „Brot für die Welt“ betroffen sind.
Die Ratsdelegation will bei dieser Afrikareise die soziale, politische und ökonomische Situation am Horn von Afrika und im südlichen Afrika wahrnehmen und mit politisch Verantwortlichen diskutieren sowie mit Vertretern der dortigen Partnerkirchen über deren Möglichkeiten reden, in diesen unterschiedlichen Situationen zu arbeiten. Fragen der ökumenischen Zusammenarbeit der Kirchen in den besuchten Regionen sollen bei verschiedenen Gesprächen angesprochen werden. Der Ratsvorsitzende wird außerdem an der Bischofskonferenz der Evangelisch-Lutherischen Kirche Südafrikas (ELCSA) in Kapstadt teilnehmen.
Hannover, 02. September 2008
Pressestelle der EKD
Christof Vetter
Quelle: http://www.ekd.de/presse/pm208_2008_afrikareise.html, Hervorhebungen nicht im Original
Add comment September 3, 2008
Mandela zum 90.
Zum heutigen 90. Geburtstag Nelson Mandelas hat die Wochenzeitung Die ZEIT eine Sonderrurbik eingerichtet. Dort finden sich mehrere Artikel zum Leben Mandelas und zu Südafrika (Autor ist Bartholomäus Grill) sowie zahlreiche Bilder aus dem Leben des Freiheitskämpfers und späteren Staatspräsidenten Südafrikas. Die spannende Lektüre findet sich hier: http://www.zeit.de/themen/international/afrika/nelson-mandela
In den Leserkommentaren wird u. a. diskutiert, wie Mandelas Zeit im Untergrund zu bewerten ist.
Add comment Juli 18, 2008
Gewalt gegen Ausländer in Südafrika
Mit der Gewalt gegen Ausländer in Südafrika befasst sich der SWR in einem Radiobeitrag, den man hier nachhören kann. Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) hat eine Pressemitteilung zum gleichen Thema veröffentlicht:
[Die in den seit gut zwei Wochen um sich greifende Gewalt gegenüber afrikanischen Zuwanderern in Südafrika hat bisher mehr als 50 Todesopfer und Hunderte von Verletzten gefordert.
Tausende flüchten mittlerweile vor der Gewalt zurück in ihre Heimatländer. Ausgangspunkt der Übergriffe war die Johannesburger Township Alexandra. Inzwischen mehren sich Berichte von Gewalttaten aus Städten wie Kapstadt und Durban.][...] Geschockt und mit scharfer Kritik reagieren die Kirchenleitungen der Ev.-luth. Kirche im Südlichen Afrika (ELCSA) und der Ev.-luth. Kirche im Südlichen Afrika Natal-Transvaal (ELKSA N-T) auf die fremdenfeindlichen Übergriffe der vergangenen Wochen in südafrikanischen Großstädten. Die beiden Partnerkirchen des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) fordern ihre Mitglieder dazu auf, den Opfern beizustehen. Darüber hinaus appellieren sie an die Regierung ihres Landes, ihre Einwandererpolitik zu verbessern und umzusetzen.
Laut einer Pressemitteilung der ELCSA brachte deren leitender Bischof, Dr. Johannes Ramashapa, während eines Treffens lutherischer Kirchenführer, seine Befürchtungen zum Ausdruck, dass diese Vorfälle sich auf das gesamte Land ausdehnen könnten. „Die Kirche erkennt als Ursachen und Antriebskräfte für diese sinnlosen Attacken das Ergebnis aus Fremdenfeindlichkeit, Kriminalität und einem Mangel an Mitgefühl sowie aus Ärger und Frustration, herrührend von massiver Armut und Ungleichheit“, heißt es in der Pressemitteilung. In ihr ruft die ELCSA die Regierung außerdem dazu auf, sich mit der tief verwurzelten Korruption und der Unzuverlässigkeit des staatlichen Dienstleistungssektors auseinanderzusetzen.
Die ELCSA übt aber auch Selbstkritik und ruft die gesellschaftliche Führungsschicht dazu auf, sich nicht von den Menschen abzuheben: „Wir bekennen, dass wir nicht immer dort bei den Menschen sind, die leiden und darum wie ‚Schafe ohne Hirten (Matthäus 9,36)‘ sind. Auch unsere politischen Eliten haben sich von den Menschen abgewandt. Darum rufen wir alle religiösen Führer, die Zivilgesellschaft und die Politiker dazu auf, sich nicht von der Gemeinschaft abzuwenden, in der sie leben, um zu verhindern, dass sie von Ereignissen, wie wir sie jetzt erleben, überrascht werden.“
Gerichtet an die Opfer der Übergriffe, bittet die ELCSA um Vergebung für diese dunkle Seite Südafrikas. „Wir geloben, mit anderen Glaubensgemeinschaften zusammenzuarbeiten, um eine dauerhafte Lösung zu finden und würdigen die Arbeit, die auf diesem Gebiet bereits geleistet wurde“, heißt es weiter.
Ihre Mitglieder fordert die Kirche dazu auf, „von diesen feindlichen Akten abzulassen und stattdessen Zeugen von der Liebe Christi zu werden und Fremde in unserer Mitte aufzunehmen, um den Opfern humanitäre Hilfe anzubieten.“
Die ELCSA verstehe sich als Anwalt für eine gleiche und gerechte Gesellschaft und verpflichte sich zu einem solidarischen Dienst an den Armen und an den an den Rand Gedrängten.
Die Kirchenleitung der ELKSA (N-T) verurteilt ebenfalls die Gewalttaten und „die fremdenfeindliche und opportunistische Haltung, die darin zum Ausdruck kommt.“ In einem Rundschreiben an alle Gemeinden fordert sie diese auf, „die Augen vor der eskalierenden Situation nicht zu verschließen, den Opfern beizustehen und ihnen, wo möglich, Schutz und Hilfe zu bieten, Hilfsorganisationen zu unterstützen und in Gottesdiensten und Gebeten die Not vor Gott zu bringen.“
Des weiteren ermutigt die Kirchenleitung die Gemeinden, „neben der politischen und gesellschaftlichen Ursachenforschung, auch danach zu fragen, welche Rolle Fremdenfeindlichkeit, Aggression und Gleichgültigkeit bei uns gespielt haben und spielen und wie wir zu ihrer Überwindung beitragen können.“
Auch Pastor Dieter Schütte, ELM-Referent für das südliche Afrika und selbst Südafrikaner, zeigt sich erschrocken über die Ausmaße der fremdenfeindlichen Exzesse auf die vor allem aus Simbabwe und Mosambik stammenden Zuwanderer. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Leitungen unserer Partnerkirchen und unseren Mitarbeitenden vor Ort“, so Dieter Schütte. Bisher seien Mitarbeitende und deren Familien nicht direkt durch die Gewalt gefährdet. „Aber wir hören mit scharfen Ohren hin, um schnell handeln zu können, wenn das Signal kommt: Ich muss hier raus!“
[...]
(Hervorhebungen nicht im Original)
Quelle: Pressemitteilung des Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) vom 28. Mai 2008
Add comment Juni 9, 2008