Bericht einer Ärztin aus dem Kirchenkreis Borwa II

Oktober 25, 2009 at 1:20 pm Hinterlasse einen Kommentar

Bericht der Ärztin Angelika Krug aus dem Kirchenkreis Borwa II (Südafrika)

17.10.2009

AIDS-Committee in B.. Wir sind 26! Mrs M. war wegen einem schweren Unfall ein Jahr lang nicht gekommen, heute kann sie mit Krücke wieder gehen! Sie macht die Andacht über Maleachi 2, 5-6:

„Die Bedeutung unseres Bundes mit Gott: ER hat uns die Beziehung zu Jesus Christus gegeben, Freiheit von Angst und von der Macht des Todes und des Bösen. Unsere Antwort auf den Bund ist, dass wir Kranken helfen. Er wird uns darin unterstützen, mit seinem Frieden und seiner Hoffnung, die wir zu den Menschen bringen sollen.“

Mr M. aus B. und Mr K. aus M. sind auch dabei und stellen viele Fragen bzgl. unserer Arbeit. Mr M. sagt dann auch:

„Die AIDS-Epidemie zeigt, dass Gott uns zutraut, dass wir lernen können, mit dieser großen Krise umzugehen. Kann diese furchtbare Krankheit bei uns Berufungen wecken? Sie ist eine große Aufgabe für unser Volk. Ich will nicht immer weiter alle Samstage auf dem Friedhof verbringen. Was sagt Gott zu uns durch diese Krankheit? Wie sollen wir antworten auf dieses Leid? Was können wir durch seine Hilfe tun?“

Männer haben doch Kampfgeist. Wie können wir Männer in diese Arbeit reinziehen? Denn eigentlich brauchen wir doch jetzt Kampfgeist.

Die Frauen sprechen nochmal über den Marsch in Nauwpoort am 20. September, der sehr gut besucht war. Unterwegs von Uitkyk nach Nauwpoort haben sie vier Andachten gemacht, wie auf einem Kreuzweg.

Sie haben auch Infos weitergegeben: über die Behandlung für AIDS, über die verschiedenen Bluttests, über die Pflege zu Hause, über die Selbstannahme, wenn man HIV-positiv ist. Es war von S. alles sehr gut organisiert.

Die Reports aus den Gemeinden sind z. T. erschütternd: Weil die Armut so groß ist, kriegen Babys statt Milch nur Wasser mit etwas Mehl reingerührt.

(Durch die Weltwirtschaftskrise hat SA 500 000 Arbeitsplätze verloren = 500 000 Familien sind davon betroffen). Aber Frau M. aus M. hat immerhin eine Frau aus dieser Situation rausgeholt und überwacht nun ihre Medikamenteneinnahme. Viele Familien sind hoch verschuldet.

Die Essenspakete des AIDS-Committees haben wieder sehr geholfen, auch unseren Frauen, dass sie sich beim Helfen nicht so ohnmächtig fühlen.

Heute macht P. die Minutes (Protokoll) und Frau M. den Vorsitz; ich freue mich, dass es so gut geht.

Besonders ist heute die Graduation der vier Frauen, die die Lifeline-Kurse erfolgreich abgeschlossen haben. Alle sind sehr bewegt, die Frauen selbst sehr dankbar. M. spricht über Ps 109, 30, ihr Gotteslob.

Frau S. betont, wie diese Kurse den angeschlagenen Namen der Lutherischen Kirche in K. wieder gut gemacht haben. Wie sie Selbstwert bekommen haben und durch diese Arbeit sich als Persönlichkeiten entwickeln und geachtet werden.

Wir planen die nächsten Wochen, auch wieder Essenspakete für das Waisenheim in M. .

Noch ein Nachtrag: Wir hatten gerade ein Meeting mit unserer Gesundheitsministerin:

„Durch die Weltwirtschaftskrise werden sich die Steuereinnahmen in SA um 35% reduzieren und entsprechend ist auch das Gesundheitsbudget gekürzt worden.“

But we will not give up!

Bericht der Ärztin Angelika Krug

aus dem Kirchenkreis Borwa II/Südafrika

Werbeanzeigen

Entry filed under: Projekt, Südafrika. Tags: , , , .

Partnerschaftssonntag in Edemissen Einladung zur Partnerschaftssitzung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


… bei Twitter

Kategorien


%d Bloggern gefällt das: