Delegationsreise – vierter Tag –

Oktober 12, 2010 at 9:06 pm Hinterlasse einen Kommentar

Dumelang,

Gestern hatten wir den ersten arbeitsreichen Tag, der sich streckenweise als sehr bewegend herausstellte.

Am Morgen fuhren wir bei angenehmen 28 Grad (im Schatten) für unseren ersten Termin in den Kindergarten ‚Godisang Creche‘ in Magogoe village. Dieser Kindergarten (hier heißt er ‚Creche‘) ist für Kinder aus schwierigem Elternhaus bzw. mit HIV-/AIDS-Kranken Eltern eingerichtet worden. Er wurde von Ilse-Marie Hiestermann von der Communität und Geschwisterschaft Koinonia (eine Gemeinschaft der Evangelischen Kirche) mit vielen Helfern aufgebaut.
Das Arbeitskonzept erinnert schon sehr stark an Deutschland, jedoch die Verhältnisse könnten unterschiedlicher nicht sein. Hier in Süd Afrika sind die Kindergärten deutlich mehr auf Eigeninitiative der dort Arbeitenden angewiesen als bei uns. Aber den Kindern fehlt es an nichts. Und hiervon konnten wir uns in einem Gespräch mit der Leiterin Ilse-Marie Hiestermann überzeugen.
Das größte Problem sind die schwierigen Situationen in den Familien. Als Beispiel: Die Eltern müssen im Monat 50 Rand (ca. 5€) für den Creche bezahlen oder ersatzweise einmal in der Woche einen 5 Liter Eimer Wasser aus dem Brunnen des Kindergartens holen. Doch bevor die Eltern das eine oder andere machen, nehmen sie lieber ihre Kinder aus dem Creche. Schwer zu glauben, aber es entspricht Realität.


Hier gibt es zwar keinen Snoozleraum, aber der gemeinschaftliche Mittagsschlaf gehört auch in diesem Creche zum Tagesablauf.

Im Anschluss ging es zu einem Meeting mit dem HIV/AIDS Komitee in die Gemeinde in Lomanyane.
Mit Mitgliedern des Vorstandes und der Ärztin Dr. Angelika Krug von der Communität Koinonia erörterten wir die tägliche Arbeit der Mitglieder und ihre Schwierigkeiten bei ihrem nicht ganz einfachen Job. Von den gesellschaftlichen Problemen, über die medizinischen Umstände bis zu den psychischen Folgen für Betroffene, deren Angehörige, aber auch den Mitgliedern des HIV/AIDS-Komitees – keine Facette der Arbeit wurde ausgelassen. Besonders bewegend für uns war die Geschichte einer Mitarbeiterin des Komitees.
Worte die uns einfach nicht loslassen…

Sala sentle

Frank

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

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