Delegationsreise – zwölfter Tag –

Oktober 20, 2010 at 11:07 pm Hinterlasse einen Kommentar

Dumelang,

der zwölfte Tag sollte sich für uns zum ergreifendsten Tag entwickeln.
Zu Beginn dieses Tages trafen wir uns in der Kirche der Gemeinde in Mafikeng. Im ersten Gespräch trafen wir mit einer Frau zusammen, die im Jahr 1999 ein Waisenhaus für 200 Streetkids eröffnet hatte.
In diesem Haus bekommen die Familienlosen Kinder Unterkunft, Nahrung, Kleidung und Schulbildung. Nach kurzer Zeit jedoch bekam sie dann ein neues Haus seitens der Regierung zur Verfügung gestellt. Dieses war dann nur noch für 50 Kinder zugelassen. Nun soll ihr dieses Haus ohne Ersatz genommen werden.
Die Bitte der Frau liegt auf der Hand: Bitte helft den Kindern ihr Heim zu erhalten, damit sie eine Zukunft haben. Ob und wie geholfen werden kann, müssen die Beratungen zwischen den Partnerschaftskomtiees, der ev. Luth. Kirche in Süd Afrika und der Regierung zeigen.


In diesem Creche in Lonely Park trafen wir uns mit drei Care-Giver zum Gespräch.

Im zweiten Meeting trafen wir mit drei Care-Giver zusammen. Ihre Arbeit können wir mit der von Gemeindeschwestern in unseren Gemeinden vergleichen. Der Unterschied: Care-Giver werden umfassend geschult, es handelt sich hierbei jedoch um keine anerkannte Ausbildung. Und sie Arbeiten lediglich gegen eine Aufwandsentschädigung. Jeder Care-Giver hat 10-12 Patienten die täglich und zumeist zu Fuß besucht werden müssen. In die Details kann ich an dieser Stelle jedoch nicht gehen, da dies den Rahmen sprengen würde. Vielleicht nur soviel, die Umstände unter denen hier gearbeitet werden muss sind wirklich nicht einfach!


So sieht es in dem Stadtteil aus, in dem die Care-Giver ihren freiwilligen Dienst verrichten

Im Anschluss an unsere Diskussion, in der einige Ideen zur Verbesserung der Situation besprochen wurden, gingen wir eine Patientin besuchen. Das was wir dort zu sehen bekamen, ist für mich selbst heute noch schwer in Worte zu fassen.
Eine ca. 10 qm große Wellblechhütte, bewohnt von schwerkranker Großmutter, ihrer Enkelin und der wenige Monate alten Urenkelin. Der Rest der Familie ist bereits verstorben. Die Großmutter kann seit Monaten das Bett nicht mehr verlassen, ist auf wenige kg abgemagert und kämpft mit dem Tod. Die Enkeltochter versorgt soweit es ihr möglich ist Oma und eigenes Kind. Die einzige Hilfe, die ihr verbleibt ist die Nachbarin und die Care-Giver.
Nachdem wir die Hütte verlassen hatten, stand jeder allein…

…wir brauchten einen Moment, um das Erlebte zu verarbeiten? – zu verstehen?

Sala sentle

Frank

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

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