Posts filed under ‘Delegation 2010’

Veröffentlichte Artikel zur Delegationsreise 2010

Dumelang,

heute können sie sich auf einen Artikelentwurf freuen, der als Vorlage für einen Artikel in der Peiner Allgemeinen Zeitung diente.

Dies waren die ersten Berichte. Ich hoffe in den kommenden Wochen weitere einstellen zu können.

Sala sentle

Frank

Eine Reise mit Erkenntnissen die uns verändern

Es waren 14 anstrengende und anregende Tage im Oktober, als eine zehnköpfige Delegation aus den verschiedensten Arbeitsfeldern des Ev.-luth. Kirchenkreises Peine den (schwarzen) Partnerkirchenkreis Borwa II im Nordwesten Südafrikas besuchte. Höhepunkt war sicherlich der Partnerschaftsgottesdienst am 17.10, an dem die Delegation aus Peine zusammen alle Gemeinden des Kirchenkreises Borwa II teilnahmen. Daneben war der Fahrplan voll gefüllt mit Besuchen und Meetings in Kindergärten, Schulen und Waisenhäusern, die immer wieder durch Gespräche und Diskussionen mit unterschiedlichsten kirchlichen Gruppen und Verantwortlichen ergänzt wurden. Meist führten die Gespräche schnell an die Punkte, aus denen gemeinsam künftige Projekte entstehen können. In den Schulen fiel die allgemein schlechte finanzielle Ausstattung auf, die z.B. zu Defizite in der Lehrmittelausstattung, sowie der Schulbuchversorgung führt. Bedrückend ist auch die Situation vieler Schülerinnen und Schüler, einige sind bereits Familienoberhaupt jüngerer Geschwister, da Eltern und teilweise auch Großeltern bereits an AIDS verstorben sind. Bei Besuchen der Aids-Hilfe kamen professionell angelegte Obst- und Gemüsegärten ins Gespräch, die die Versorgung der Familien mit Nahrungsmitteln unterstützen könnten.
Das Gespräch mit Vertretern von „Tsibogeng“ (Wacht auf) zeigte eine andere Baustelle. Diese Gruppe kümmert sich seit 1999 um 200 Straßenkinder und richtete damals, mit Hilfe der Regierung, ein Heim für diese Waisenkinder ein. Heute will die Regierung dieses Haus anders nutzen – die Kinder säßen dann wieder auf der Straße. Hier sind schnelle Hilfe und kreative Ideen gefordert.
Besonders eindrücklich war ein Zusammentreffen mit so genannten „Care-Givern“, vergleichbar mit ehrenamtlichen Gemeindeschwestern. Jeder dieser Ehrenamtlichen besucht täglich bis zu 12 z. B. an HIV/AIDS oder TBC erkrankte Menschen. Nach einem bewegenden Gespräch begleitete das Team zwei junge Frauen bei einem ihrer aufopferungsvollen Besuche.
Wolfgang Klingenberg aus Gadenstedt, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, fasst die Ergebnisse der Reise so zusammen: „
Was wir gesehen und gehört haben, zeigt allen wie wichtig die seit Jahren laufende Förderung mit Spendenmitteln seitens des Kirchenkreises ist. Dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle bei allen Spendern bedanken. Die Förderung muss unvermindert weitergeführt werden. Jedes Delegationsmitglied kam mit neuen Erfahrungen zurück, aber auch mit der Erkenntnis, dass unser Denken und Handeln nicht nur auf unsere Heimat begrenzt sein darf. Oder anders: Unser Nächster lebt nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Erde – auch in Südafrika.“

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Januar 2, 2011 at 6:30 pm 1 Kommentar

Veröffentlichte Artikel zur Delegationsreise 2010

Dumelang,

ein gutes und gesundes Jahr 2011 allen Leserinnen und Leser unseres Blogs.

Lesen sie heute einen kurzen Artikel aus dem Gemeindebrief der Kirchengemeinde Martin Luther in Edemissen.

Sala sentle

Frank

Einmal Süd Afrika – Immer Süd Afrika
oder
Wenn zwei verreisen, um zu lernen

Vom 08. bis 22. Oktober besuchte eine Delegation des Kirchenkreises Peine seinen Partnerkirchenkreis Borwa II in Süd Afrika. Mit dabei, Kerstin und Frank Waczkat aus Plockhorst.
In diesen zwei Wochen hatten die zehn Teilnehmer einen vollen Terminkalender. Der ‚offizielle‘ Teil des Tages begann in der Regel um 08:30 Uhr und endete gegen 17:00 Uhr. An einigen Tagen sogar erst 20:30 Uhr. Auf dem Programm stand der Besuch von drei Kindergärten, vier Schulen, zwei Gottesdiensten, sowie diverse Meetings mit Vertretern der Verantwortlichen von Kindergärten, Schulen, Waisenhäusern und der HIV/AIDS-Arbeit. Lediglich eineinhalb Tage waren für private Aktivitäten vorgesehen.
„Ein ganz besonderer Augenblick für mich war die Übergabe eines Bildes, das die Kinder während der letzten Kinderkirche vor der Reise bei uns in Edemissen gemalt haben. Jetzt hängt es im Reitshupile Creche (Kindergarten) in Dabate Village“, erzählt uns Kerstin Waczkat.
Nach zwei Wochen kam die Delegation um viele neue Eindrücke und Erfahrungen reicher nach Hause. Nun müssen die Partnerschaftsausschüsse aus Deutschland und Süd Afrika gemeinsam beraten welche Projekte in den kommenden ein bis zwei Jahren realisiert werden.

„Wir waren von Drea Fröchtling gewarnt worden“, sagt Kerstin Waczkat, „Drea sagte zu uns: Wer einmal in Süd Afrika war, der will immer wieder zurück.“ „Das Land – mit all seinen schönen und schwierigen Seiten, die Menschen – so liebevoll und doch ganz anders, ich weiß nicht genau was es ist, aber es entwickelt sich ein Gefühl das dir sagt: Ich will wieder zurück!“, fügt Frank Waczkat hinzu. In einem sind sich beide sicher: Sie wollen wieder zurück nach Süd Afrika.

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Januar 1, 2011 at 6:30 pm Hinterlasse einen Kommentar

Veröffentlichte Artikel zur Delegationsreise 2010

Dumelang,

heute könnt ihr einen Artikel von Marion Rotter-Becker lesen. Er wurde im Gemeindebrief der Kirchengemeinde St. Jakobi veröffentlicht.

Allen Interessierten an der Partnerschaftsarbeit einen guten Rutsch ins Jahr 2011.

Sala sentle

Frank

Die Delegationsreise zu unserem Partnerkirchenkreis Borwa II in Südafrika hat uns auch einen Einblick in die dortige Vorschulerziehung ermöglicht. Wir haben mehrere Kindergärten „Creches“ besucht.
In den Kindergruppen wurden bis zu 50 Kindern von einer pädagogischen Kraft betreut. Die Kinder waren in altershomogenen Gruppen eingeteilt. Das jüngste Kind war 8 Wochen alt.
Für die Gruppen gab es einen Raum mit einem Teppich, auf dem die Kinder saßen und ihre Übungen machten. An den Wänden hingen Bildtafeln u.a. zu den Themen: Farben und Formen, Fahrzeuge, Tiere, etc. Anhand dieser Tafeln wurde Wissen vermittelt. Die Erzieherin sprach vor – die Kinder sprachen nach. Es wurde viel mit Merksätzen gearbeitet. Schon die Dreijährigen konnten Fingerspiele und Reime allein aufsagen. Die Vorschulkinder, die 5-6-Jährigen arbeiteten an Tischen in Kleingruppen mit Legematerial, das liebevoll von den Erzieherinnen hergestellt worden war. Spielecken, Bauteppiche und Puppenecken gab es nicht.
Die Kinder wurden zweisprachig erzogen, in ihrer Muttersprache Setswana und in Englisch als Vorbereitung auf die Schule. Schreib- und Rechenübungen waren als Vorbereitung auf die Schule wichtig. Schon die Dreijährigen wurden angeleitet aus einem Pool von Namensschildern ihren eigenen Namen heraussuchen.
Die Kinder hatten einen strukturierten Tagesablauf. Die Mahlzeiten im Kindergarten hatten für die Kinder eine besondere Bedeutung, weil es für sie oft das einzige Essen war, das sie bekamen. Es gab kein Gejammer, kein „ich mag das nicht.“ Es wurde auf dem Boden sitzend mit Löffeln oder mit den Händen gegessen und die Teller waren blitzeblank. Nach dem Essen gab es Mittagsruhe. Die Kinder legten sich auf den Teppich und ruhten sich aus. Anschließend wurden die Kinder von ihren Familien abgeholt. Der Tag in der Creche war zu Ende.

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Dezember 31, 2010 at 6:30 pm Hinterlasse einen Kommentar

Veröffentlichte Artikel zur Delegationsreise 2010

Dumelang,

wie am Ende der Reise angekündigt, möchte ich heute beginnen die bisher veröffentlichten Artikel hier einzustellen.

Sala sentle

Frank

Artikel von Frank Niemann für die Peiner Nachrichten.

Natürlich ist Südafrika ein Land voller Gegensätze. Das sehen wir schon auf der Fahrt von Johannesburg zu unseren (schwarzen) Partnergemeinden der Ev.-luth. Kirche in Südafrika (ELCSA). Golfplätze mit sattem Grün wechseln mit ausgedörrten, roterdigen Landschaften; kleine Steinhütten, die scheinbar von ihren Wellblechdächern zusammengehalten werden, wechseln mit Villen, die von hohen Steinmauern umgeben sind.
Aber wir wollten auf unserer Reise genauer hinschauen und -hören, die gelesenen und gehörten Eindrücke vertiefen. Erfahren, was unseren Partnergemeinden das Leben schwer macht oder teilen, worüber sie sich freuen. Und die gemeinsamen Projekte besprechen bzw. weiterführen, z. B. das Schulprogramm oder die Unterstützung der Aidshilfe.
Schon nach ein paar Tagen voller Programmpunkte unseres Besuches hatten wir mehr gesehen und gehört als erwartet. Und das lag an den Menschen, mit denen wir zusammengetroffen sind: Offene, freundliche Gastgeber und Gemeinden, die fast ausschließlich von Schwarzen besucht werden. Und an den Gottesdiensten: viele Kinder sind dabei und am Sonntag z. T. 60 Konfirmanden, die sich gewissenhaft auf ihre „Prüfung“ vorbereitet haben. Die Strenge der Liturgie bricht immer wieder auf durch die vielen, mit ganzem Herzen und sehr musikalisch gesungenen Lieder.
Da sind zum Beispiel Monica Nkate, Angelika Krug, C. J. Morulhe, Kathy Gavrilovitch und Marie-Luise Hiestermann.
Monica Nkate, 55, aus Mafikeng, der Hauptstadt der Nordwestprovinz, ist hauptberuflich Krankenschwester in einem kleinen Krankenhaus mit 2 Ärzten, die die Grundversorgung gewährleisten. Sie ist Mitglied im Partnerschaftskomitee des Kirchenkreises und Vorsitzende der Aidshilfe. Sie besucht, berät und pflegt die Kranken – und sie betet mit ihnen, um ihre Hoffnung und ihren Glauben zu stärken.
Angelika Krug, 55, in Schweden geborene und in Deutschland aufgewachsene Kinderärztin, lebt und arbeitet seit 1984 in Südafrika. In ihrer “Freizeit” ist sie einer der Motoren der Aidshilfe und hält die Kontakte zum Kirchenkreis Peine. Sie sagt: “Durch einige Aufklärungsprogramme und Medikamente ist es gelungen, das sich jetzt nur noch wenige Kinder infizieren. Das ist ein großer Erfolg. Das wird ein sehr großes Problem werden: Wir haben gesunde Kinder, aber die sind ohne fremde Hilfe ganz auf sich allein gestellt.”
C. Jacob Morulhe, Mitte 70, war beruflich für die Finanzen des großen Bezirkskrankenhauses verantwortlich. Ehrenamtlich verwaltete er die Finanzen seines Kirchenkreises und auch die Partnerschaftskonten. Er ist eine Respektsperson, der man zutraut, dass er die Finanzen in Ordnung hält. Er sagt von sich: “Ich bin ein alter Mann.” Trotzdem begleitet er uns auf jeder unserer Fahrten.
Kathy Gavrilovich, Mitte fünfzig, Witwe, deren Ehemann vor etwa 5 Jahren gestorben ist. In ihrer Freizeit arbeitet sie ehrenamtlich im Aidskomitee und besucht jeden Tag Aidskranke und deren Familien – und auch sie betet mit ihnen und für sie. Das Gebet ist ganz selbstverständlich dabei. „Es stärkt die Kranken, die oft dem Tode nahe sind, und mich ebenso,“ sagt sie und lächelt still in sich hinein. Außerdem hat sie bei sich zuhause zwei Kinder aufgenommen, die ihre Eltern und ihre Großeltern durch Aids verloren haben. Ganz selbstverständlich ist das für sie. Sie leistet Hilfe, wo sie ganz nötig ist.
Es hat sich sehr gelohnt, sie näher kennenzulernen.

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Position:Vor der Riede,Edemissen,Deutschland

Dezember 30, 2010 at 11:25 pm Hinterlasse einen Kommentar

Delegationsreise – vierzehnter Tag –

Dumelang,

vorgestern haben wir uns gegen 09:00 Uhr in Mafikeng aufgemacht, um den Weg nach Hause anzutreten. Mit einem kleinen Zwischenstopp, zum einkaufen der vermeintlich letzten Andenken, kamen wir gegen 15:30 Uhr in Jo’burg (Johannesburg) an. Nach einer gemeinsamen Mahlzeit brachen unsere letzten Stunden in Süd Afrika an.


Die Delegation 2010 im Flughafen von Johannesburg: v.l. JP Behr, Wolfgang Klingenberg, Kerstin Waczkat, Frank Niemann, Christel Krahn, Manuela Hoyer, Regina Klooß (kniend), Frank Waczkat, Marion Rotter-Becker, Heiner Ahrens

Nach der Sicherheitskontrolle betraten wir den Duty Free Bereich und somit einen Teil des Flughafens in dem sich bekanntlich Geld sparen lässt. Kurz nach der Kontrolle fanden wir einen weiteren Shop für traditionelle Süd Afrikanische Andenken – ein Freudenfest für Schnäppchenjäger.
Was aber auch sein Gutes hatte, denn so haben wir bequem 1,5 Stunden Wartezeit rum bekommen und auch der/die Letzte die Andenken komplettieren konnte. Um 23:55 Uhr setzte sich dann die Boeing 777-200 in Bewegung. Gestern Nachmittag kamen wir um 14:15 Uhr in Hannover an. Hier fiel uns eine Kleinigkeit auf: Waren wir in Jo’burg noch mit einem fröhlichen „Hello and Welcome in South Afrika“ vom Servicepersonal begrüßt worden, so war es in Hannover lediglich ein gequältes „Hallo“.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Leserinnen und Lesern unseres Blog’s bedanken und darauf hinweisen, dass wir in den kommenden Tagen unregelmäßig noch einige Punkte aufarbeiten oder vertiefen werden.

Und noch ein Hinweis zum Schluss: Am kommenden Sonntag wird es sich im Gottesdienst in der St. Jakobi Kirche in Peine um dieses Reise drehen. Der Gottesdienst beginnt um 10:00 Uhr. Vielleicht sehen wir uns ja.

Sala sentle

Frank

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Oktober 23, 2010 at 3:38 am 1 Kommentar

Wir kommen wieder nach Hause

Dumelang,

kurz vor unserem Rückflug noch ein Lebenszeichen von der Delegation 2010.
Nachdem wir alle unsere Mitbringsel bekommen haben, warten wir derzeit auf das Boarding.


Die Stimmung ist gut, die geleerten Gläser sind verstaut, nur eines bleibt noch mitzuteilen: Unsere Ankunft in Hannover ist für 14:25 Uhr vorgesehen.

Sala sentle

Frank

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPhone

Oktober 21, 2010 at 10:16 pm Hinterlasse einen Kommentar

Delegationstag – dreizehnter Tag –

Dumelang,

der letzte Tag in Mafikeng stand im Zeichen des Abschieds. Am Vormittag traf sich die Delegation noch einmal mit dem Partnerschaftskomitee des Circuit Borwa II zu einem abschließenden Erfahrungsaustausch.
Wir sprachen über unsere gewonnenen Eindrücke und diskutierten über Möglichkeiten so manche Situation an Kindergärten, Schulen und in der Versorgung von Bedürftigen und Kranken zu verbessern. Welche Punkte wir in Angriff nehmen können, müssen die nächsten Wochen und Monate zeigen.

Nach dem nachmittäglichen Kofferpacken ging es zur Farewell-Party nach Lumanyane. Beginnend mit einer Abschiedsandacht, über gemeinschaftliches Abendessen, bis zum anschließenden gemütlichen Beisammensein – es war ein rundum schöner und gelungener Abend. Alle haben das Zusammensein noch einmal genossen. Bei allen war aber an diesem Abend auch Wehmut zu spüren. Am kommenden Tag würde es heißen. : Goodbye – Sala sentle!


Die Farewell-Party war einfach klasse: 29 Grad, ein laues Lüftchen, viele liebe Menschen und gute Gespräche.

Für mich wird dieser Tag sicher unvergesslich bleiben. Ich konnte meinen Geburtstag mit vielen Freunden – mit meinen Schwestern und Brüdern – mit meiner Familie in Süd Afrika feiern…

…ich Danke Euch allen – ich Danke Dir – Gott!

Sala sentle

Frank

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Oktober 21, 2010 at 5:56 pm Hinterlasse einen Kommentar

Delegationsreise – zwölfter Tag –

Dumelang,

der zwölfte Tag sollte sich für uns zum ergreifendsten Tag entwickeln.
Zu Beginn dieses Tages trafen wir uns in der Kirche der Gemeinde in Mafikeng. Im ersten Gespräch trafen wir mit einer Frau zusammen, die im Jahr 1999 ein Waisenhaus für 200 Streetkids eröffnet hatte.
In diesem Haus bekommen die Familienlosen Kinder Unterkunft, Nahrung, Kleidung und Schulbildung. Nach kurzer Zeit jedoch bekam sie dann ein neues Haus seitens der Regierung zur Verfügung gestellt. Dieses war dann nur noch für 50 Kinder zugelassen. Nun soll ihr dieses Haus ohne Ersatz genommen werden.
Die Bitte der Frau liegt auf der Hand: Bitte helft den Kindern ihr Heim zu erhalten, damit sie eine Zukunft haben. Ob und wie geholfen werden kann, müssen die Beratungen zwischen den Partnerschaftskomtiees, der ev. Luth. Kirche in Süd Afrika und der Regierung zeigen.


In diesem Creche in Lonely Park trafen wir uns mit drei Care-Giver zum Gespräch.

Im zweiten Meeting trafen wir mit drei Care-Giver zusammen. Ihre Arbeit können wir mit der von Gemeindeschwestern in unseren Gemeinden vergleichen. Der Unterschied: Care-Giver werden umfassend geschult, es handelt sich hierbei jedoch um keine anerkannte Ausbildung. Und sie Arbeiten lediglich gegen eine Aufwandsentschädigung. Jeder Care-Giver hat 10-12 Patienten die täglich und zumeist zu Fuß besucht werden müssen. In die Details kann ich an dieser Stelle jedoch nicht gehen, da dies den Rahmen sprengen würde. Vielleicht nur soviel, die Umstände unter denen hier gearbeitet werden muss sind wirklich nicht einfach!


So sieht es in dem Stadtteil aus, in dem die Care-Giver ihren freiwilligen Dienst verrichten

Im Anschluss an unsere Diskussion, in der einige Ideen zur Verbesserung der Situation besprochen wurden, gingen wir eine Patientin besuchen. Das was wir dort zu sehen bekamen, ist für mich selbst heute noch schwer in Worte zu fassen.
Eine ca. 10 qm große Wellblechhütte, bewohnt von schwerkranker Großmutter, ihrer Enkelin und der wenige Monate alten Urenkelin. Der Rest der Familie ist bereits verstorben. Die Großmutter kann seit Monaten das Bett nicht mehr verlassen, ist auf wenige kg abgemagert und kämpft mit dem Tod. Die Enkeltochter versorgt soweit es ihr möglich ist Oma und eigenes Kind. Die einzige Hilfe, die ihr verbleibt ist die Nachbarin und die Care-Giver.
Nachdem wir die Hütte verlassen hatten, stand jeder allein…

…wir brauchten einen Moment, um das Erlebte zu verarbeiten? – zu verstehen?

Sala sentle

Frank

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Oktober 20, 2010 at 11:07 pm Hinterlasse einen Kommentar

Delegationsreise – elfter Tag –

Dumelang,

gestern stand ein Besuch des Mafikeng Game Reserve auf dem Programm.
Durch den Zoo Hannover und andere kannten wir die Tiere, die wir hier zu sehen bekamen, aber in ihrer natürlichen Umgebung ist das doch etwas anderes.


Giraffen im Zoo sind schon beeindruckend, in freier Wildbahn vermitteln sie einen Majestätischen Eindruck.

Da Mafikeng an den Ausläufern der Kalahari Wüste liegt, finden wir hier die Typische Vegetation vor. Trockene und staubige Steppe, unterbrochen von Buschland. Das Ganze bei z.Zt. deutlich über 32 Grad im Schatten. Der böige, wenn auch sandige, Wind kühlt dabei aber auf angenehme Art und Weise.


Und zur linken sehen sie eine kleine Herde Zebras.

Sicher könnte ich hier noch vieles mehr über dieses Game Reserve schreiben, aber schaut doch hier: Mafikeng Game Reserve
Was soll ich noch schreiben? – Enjoy…


Aussteigen war hier kein Problem, denn Raubtiere gibt es in diesem Game Reserve nicht.


Die weißen Nashörner stehen in diesem Reservat unter ganz besonderem Schutz. Besonders aufregend: Das Auto stand nur ca. 8 m entfernt.


Bei diesem Wasserbock hatten wir das Gefühl er wäre ausgestopft.


Diese Herde mit Wilden Biestern, machte ihrem Namen keine Ehre. Als sie uns sahen nahmen sie sofort Reißaus.


Bei diesem Strauß hatte ich großes Glück, denn die anderen haben ihren Kopf nicht aus dem Sand bekommen.


Die Impalas waren hingegen nicht so ängstlich, aber interessiert an allem was ich bewegt.


Die Erdhörnchen waren sicher nicht die letzten Tiere, die wir gesehen haben, aber mit Sicherheit die putzigsten.

Am Nachmittag hatten wir dann noch ein wenig Zeit, um uns nach traditionellen Süd Afrikanischen Mitbringseln umzuschauen. Auch wenn wir nicht alles bekamen, aber vieles von dem was wir gesucht hatten. Als letzte Aktion dieses Tages sind die Frauen noch einmal in einen Stoffhandel gegangen. Die Männer blieben aber lieber draußen, jedoch nur so lange bis sie merkten, das der Laden über eine Klimaanlage verfügt…

Sala sentle

Frank

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Oktober 19, 2010 at 7:36 pm Hinterlasse einen Kommentar

Delegationsreise – zehnter Tag –

Dumelang,

der Sonntag stand unter dem großen Zeichen des Partnerschaftssonntages. Dieser Tag wird in beiden Kirchenkreisen gefeiert. Im Cicruit Borwa II wird an diesem Tag ein zentraler Gottesdienst gehalten, der in diesem Jahr in der Ratshidi Hall in Mafikeng stattfand. D.h. die Gläubigen mussten bis zu 260 km (eine Strecke) für die Anreise in Kauf nehmen.


Pastor Frank Niemann übernahm gerne eine der beiden Predigten am Partnerschaftssonntag in der Ratshidi Hall in Mafinkeng.

In Süd Afrika wird in der Regel jeden Sonntag eine Evangelische Messe abgehalten. In diesem Falle gesellten sich eine zweite Predigt und das Abendmahl noch hinzu. Hierbei war sehr auffällig, dass sehr viele der Anwesenden die Gelegenheit nutzten von einem deutschen Pastor das Abendmahl zu empfangen.


Empfang des Abendmahls, rechts im Bild unser Pastor Frank Niemann.

Nach dem Abendmahl wurden wir offiziell auf diesem Partnerschaftssonntag begrüßt. Im Namen der Delegation bedankte sich Wolfgang Klingenberg für die Einladung und die gute Organisation. Manuela Hoyer hat im Anschluss ein Grußwort von Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer an unsere Schwestern und Brüder in Borwa II verlesen. Als Gastgeschenk hatten wir eine große Fahne mit dem Logo unserer Partnerschaft mitgebracht. Dieses Banner wird von nun an auf jedem Partnerschaftssonntag in beiden Kirchenkreisen hängen.


Das größte Gastgeschenk für unsere Freunde war eine Fahne mit dem Logo unserer Partnerschaft.

Nach den Grußworten haben verschiedene Chöre ihr Können bewiesen. Wir, als der kleinste „Chor“, hatten zwar das stimmliche Nachsehen, aber selbst in der letzten Reihe wurden wir gehört. Und wir haben sogar Beifall bekommen!
Nach Ende des Gottesdienstes folgte ein gemeinsames Mittagessen. Für meine Begriffe eine logistische Meisterleistung, da ca. 450-500 Personen diesen Gottesdienst besuchten und lediglich fünf Frauen und ein Mann das Menü zubereiteten.
Den Rest des Tages haben die Delegationsmitglieder ganz entspannt in ihren Gastfamilien verbracht.

Sala sentle

Frank

—– Artikel wurde erstellt auf Watzi’s iPad

Oktober 18, 2010 at 8:12 pm Hinterlasse einen Kommentar

Ältere Beiträge


… bei Twitter

Kategorien