Bildung und AIDS in Südafrika / Zwölfter Tag

Dumelang,

an diesem Vormittag war ein wenig Freizeit für unsere Freunde aus Borwa II vorgesehen, jedoch drei ganz unermüdliche hatten sich für diesen Morgen einen Besuch in der Wohnstätte Twete 3 der Behindertenhilfe Berghöpen vorgenommen. Zusammen mit unserem Vorsitzenden Wolfgang Klingenberg verschafften sie sich einen Einblick in diese wirklich interessante Einrichtung. Eine Wohnanlage, die es so in Mafikeng nicht gibt.

 

Am späten Nachmittag begann das offizielle Programm mit einer gemeinsamen Sitzung des Partnerschaftskomitees. Wichtige laufenden und neue Projekte wurden besprochen. In diesem Zuge wurde auch die unterschriebene Vereinbarung für das neue Projekt mit dem Namen „Boitumelo“ = „Freude“ übergeben. Auch der brandneue Flyer zu „Boitumelo“ wurde vorgestellt. Interessiert? – dann klicken Sie hier.

 

Am Abend hatte das Partnerschaftskomitee zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen. Zum Thema „Leben in Südafrika“ – Bildung, Kampf gegen HIV/AIDS, Lieder und mehr, referierte Pastor Billy Lucas Mogale zu „Reformation und ihr Einfluss auf das Bildungssystem“. Mmifi Samuel Kgosiemang gab einen aktuellen Überblick zur Arbeit des Partnerschaftskomitees mit Schulen in Borwa II. Batsile Cathrine Gavrilovic bewegte die anwesenden Gäste mit einem sehr plastischen Vortrag zur Arbeit des HIV/AIDS Comitee.

 

Sala sentle

Frank

 

Werbeanzeigen

Mai 26, 2012 at 8:37 pm Hinterlasse einen Kommentar

Wittenberg / Elfter Tag

Dumelang,

am Montag stand der Besuch der Lutherstadt Wittenberg auf dem Programm. Für alle recht früh, machten wir uns auf den Weg. Was auch gut war, so sind wir vor dem morgendlichen Stau bei Königsluther durch gekommen. Der Fahrt war zeitlich so gut geplant, so dass wir zeitgleich mit unserem Tour Guide vor der Schlosskirche eintrafen. Erste Amtshandlung: Ein Gruppenfoto vor der Tür, an die Martin Luther seine Thesen anschlug.

Auf dem Weg durch die Stadt in Richtung Universität besuchten wir auch viele andere wichtige Persönlichkeiten. Zum Beispiel: Lucas Cranach (den jüngeren und den älteren), in dessen Gebäude heute eine Druckerwerkstatt und eine Malschule eingerichtet ist. Hierbei war der Besuch der Druckerwerkstatt besonders kurzweilig und lustig.

Etwas Besonderes für uns Lutheraner war natürlich die Wohnstätte von Martin Luther zu besuchen. Mit Originalschauplätzen der Geschichte ist das nun einmal so. An allen Stellen wurden Bilder gemacht. Dabei haben wir dann auch Martin und Katharina auf ihren angestammten Sitzplätzen getroffen (siehe Bild ;-)).

Nach dem Mittagessen hatten wir noch die Stadtkirche besichtigt. Hier erläuterte uns Pastor Gerhard Krahn viele Details zu Gemälden, zum Altar und der Geschichte die Luther hier schrieb.

Nach einer reibungslosen Rückfahrt, ging für alle ein langer, anstrengender, aber auch sehr interessanter Tag zu Ende.

Sala sentle

Frank

 

Mai 23, 2012 at 11:07 pm Hinterlasse einen Kommentar

Church Service in Edemissen und mehr / Zehnter Tag

Dumelang,

dieser zehnte Tag der Delegation aus Borwa II begann für einen Teil von ihnen mit einem gemeinsamen Gottesdienst in Edemissen. Dieser Church Service, wie der Gottesdienst auf Englisch heißt, geriet ein wenig länger, als er hier in Deutschland normalerweise gefeiert wird. Es waren zwar keine drei Stunde, wie es in Südafrika der Fall ist, aber eine Stunde und zwanzig Minuten waren es doch.

 

Und noch etwas war fast gleich: Bei einigen Liedern stand die gesamte Gemeinde. Die Anwesenden klatschten, tanzten und sangen richtig laut – nicht in allen Gemeinden ist das immer so der Fall. Mit ein wenig abwechselnder Begleitung durch Orgel, Gitarre und Trommeln und einer Choreinlage unsere Freunde wurde es insgesamt ein abwechslungsreicher Gottesdienst.

 

Direkt im Anschluss fuhren wir dann nach Gifhorn ins Mühlenmuseum. Bei herrlichem Wetter genossen wir die Ruhe und die schöne Umgebung. Und wer wollte, konnte viel dazulernen: Denn Jacob Morule entpuppte sich als Technik-Freak. Jacob konnte so viel über Mühlen und ihre Funktion erzählen, das wir keine Tafel mit Erklärungen benötigten.

 

Da für den Montag ein Ausflug in die Lutherstadt Wittenberg vorgesehen war, kam es allen sehr gelegen, diesen Tag einmal früh zu beenden und ihn in Ruhe in den Familien ausklingen zu lassen.

Sala sentle

Frank

 

Mai 22, 2012 at 11:33 am Hinterlasse einen Kommentar

Geschichte pur / Neunter Tag

Dumelang,

an diesem zweiten Familientag, hatten wir uns zu einem Familien-Ausflug nach Magdeburg verabredet. Unseren ersten Stop legten wir an der Gedenkstätte Marienborn ein. Da wir eine Führung in Magdeburg gebucht hatten, konnte es hier jedoch nur ein kurzer Stop sein. Aber zu sehen, mit welchen Mitteln hier die Reisenden kontrolliert wurden, bewegte uns alle sehr.

 

Unser erster Termin in Magdeburg führte uns ins Hundertwasserhaus. Ein solches Haus zu sehen war zuerst einmal ein wenig neu für alle. Das ein oder andere Gebäude haben wir Deutschen ja hier oder da schon einmal gesehen gehabt, aber so ein ganzer Wohnblock ist schon ein bißchen was anderes. So gut wie nichts ist gerade, alles ist bunt und kein Element gleicht dem anderen. Und das gilt Außen wie innen.

 

Im Anschluss an das Mittagessen erhielten wir eine Führung durch den Dom von Magdeburg. Größer konnte der Unterschied nicht sein – wir tauchten plötzlich in eine graue, fast nüchterne Welt des Mittelalters ein. Am Ende der Führung wurde uns und allen anderen Besuchern des Dom’s eine kleine Überraschung zu Teil: Unsere Freunde aus Mafikeng sangen als Spontanchor zwei Lieder in ihrer Muttersprache Setswana – Herrlich!

Auf dem Rückweg verschlug es uns nach Hötensleben. Hier gibt es eine weitere Gedenkstätte der Deutschen Teilung. In diesem Ort ist ein Teil der Grenzanlagen erhalten worden, um nachfolgenden Generationen die z.T. menschenverachtende Trennung von Familien und Freunden und eines ganzen Volkes deutlich zu machen.

Und wie der Zufall es so wollte, kam der Vorsitzende des Vereins Grenzdenkmal Hötensleben, Achim Walther, an der Anlage vorbei als wir unseren Rundgang beginnen wollten. Achim Walther erklärte sich sofort bereit, uns einige erklärende Worte zu der Grenzanlage selbst und zu der Zeit vor und nach der Wende zu geben. Vor allem die Worte zu der Zeit der Grenzöffnung bewegten nicht nur Achim Walther sichtlich sehr – sondern auch uns. Wir alle sind ihm sehr zu Dank verpflichtet!

Sala sentle

Frank

 

Mai 22, 2012 at 11:07 am Hinterlasse einen Kommentar

Phillip Spitta / Achter Tag

Dumelang,

am achten Tag drehte sich alles um das Thema Diakonie. Den Tag begann die Gruppe mit eine Bibel Stunde. Gerhard Krahn hatte diese vorbereitet und geleitet. Im Laufe dieser Bibelarbeit stieß Markus Lenz, Leiter des Phillip Spitta Senioren Wohnheimes, hinzu.

Markus Lanz informierte unsere Freunde über Aufbau, Organisation und Arbeitsweise/-inhalte der Wohnanlage. Um das erzählte zu vertiefen, folgte ein Rundgang durch das Seniorenwohnheim. Am Ende stand noch ein schöner Ausblick über die Fühsestadt Peine auf dem Programm.

Am Nachmittag hatten unsere Freunde einige Zeit für sich, um sich auf die nächsten Tage vorzubereiten. Deteils für die Gottesdienste am 20. Mai in Edemissen und den Pfingstmontag in Woltorf waren noch zu besprechen und Aufgaben zu verteilen.

Sala sentle

Frank

 

Mai 20, 2012 at 10:39 pm Hinterlasse einen Kommentar

Ascention Day / Siebenter Tag

Dumelang,

Himmelfahrt heißt auf Englisch Ascention Day. Der erste Tag ausschließlich mit der Familie. Mit unserem Gast waren wir auf dem Regionalgottesdienst der Region Nord in Eddesse. Für alle war es eine Freude unseren Gast aus Südafrika in diesem Gottesdienst begrüßen zu können. Zum Abschluss haben wir auch noch das Lied Sanna sananina (es kommt aus Südafrika) mit Klatschen und Tanz gesungen.

 

Am Nachmittag haben wir einen Ausflug zur Marienburg unternommen. Leider ist die Auffahrt gesperrt, so dass wir den Berg „erklimmen“ mussten. Dies war für Cathey etwas ungewöhnlich und sehr anstrengend.

 

Jedoch oben angelangt, freute sie sich sehr diese Anstrengung auf sich genommen zu haben. Denn ein solches Märchenschloss einmal von innen gesehen zu haben, wird eine bleibende Erinnerung sein.

Sala sentle

Frank

 

Mai 20, 2012 at 7:41 pm Hinterlasse einen Kommentar

Hannover – Eine grüne Stadt auf den zweiten Blick / Siebenter Tag

Dumelang,

um 08:11 Uhr machte sich die Gruppe mit der Bahn auf den Weg nach Hannover. Uns erwartete eine Rundfahrt durch die Stadt, ein Empfang im LKA (Landeskirchenamt) und ein wenig Freizeit in der City von Hannover.

Mit unserem Tour-Guide Martin Baaske machten wir uns auf, die Stadt Hannover per Bus kennenzulernen. Der erste Teil der Tour führte uns an den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt hinaus zu den Herrenhäuser Gärten. Hier angekommen stellten unsere Gäste die Frage: Hier müssen wir aussteigen? Eine berechtigte Frage, denn durch den eisigen Wind wehten uns gefühlte 2 Grad Celsius um die Ohren.

Jedoch entschädigten die gepflegten Gärten unsere Freunde. Die vielen Informationen zur Entstehung, Pflege und Unterhaltung dieser Anlage stießen bei einigen auf sehr großes Interesse. Nach 20 Minuten allerdings waren alle sehr froh, wieder in den warmen Bus einsteigen zu können.

Im Anschluss ging es zum neuen Rathaus, in dem uns die Geschichte Hannovers vermittelt wurde. In den Gesprächen im Anschluss zeigte sich, dass unsere Freunde die Zerstörung Hannovers und der damit verbundene Neuaufbau sehr beschäftigte. Im Gegensatz dazu waren sie aber auch begeistert, was aus Hannover nach dem Neuaufbau geworden ist. Auf einer Übersichtskarte wurde deutlich, was aus der „Busperspektive“ nicht erkennbar wurde – Hannover ist ein sehr „grüne“ Stadt. Viele Wälder und Parks befinden sich im Stadtgebiet.

Zum Abschluss besuchten wir noch die Marktkirche im Herzen Hannovers. Die Größe und die klare Schönheit dieser Kirche beeindruckte unsere Gäste sehr. Und was hier sicher nicht fehlen durfte, war ein Foto vor der Statue von Martin Luther.

Die Rundfahrt endete am Landeskirchenamt (LKA). Hier wurden wir von Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer begrüßt. In einem gemeinsamen Gespräch wurde die Bedeutung der Partnerschaftsarbeit herausgestellt. Die Partnerschaft zwischen Borwa II und Peine, die bereits seit 27 Jahren existiert, ist in dieser Hinsicht ein Aushängeschild für Beständigkeit dieser Arbeit. Im Anschluss an diesen Termin aßen wir gemeinsam in der Kantine des LKA zu Mittag und machen uns danach auf ins Zentrum, um dort ein wenig Freizeit genießen zu können.

Gegen 18 Uhr ging ein langer, informativer und auch anstrengender Tag für uns alle zu Ende.

Sala sentle

Frank

 

Mai 18, 2012 at 2:14 pm Hinterlasse einen Kommentar

Ältere Beiträge Neuere Beiträge


… bei Twitter

Kategorien