Posts tagged ‘Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen’

Nächste Sitzung des Partnerschaftskomitees

Die nächste Sitzung des Partnerschaftskomitees findet am Montag, den 19. November 2012 im Gemeindehaus Jakobi in Peine statt. Beginn: 19:30 Uhr.

Alle Interessierte an der Partnerschaftsarbeit sind herzlich eingeladen.

Tagesordnung:

1. Begrüßung und Andacht

2. Kenntnisnahme des Protokolls

3. Neues aus Borwa II

4. Bericht Partnerschaftstagung in Hermannsburg

5. Planung Delegationsreisen 2013 + 2014

6. Vorstellung Projekt-Spendenbrief / Projekt-Mailing

7. Verschiedenes

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November 13, 2012 at 9:21 am Hinterlasse einen Kommentar

Ankunft in den Gastfamilien / Dritter Tag

Dumelang,

der dritte Tag entpuppte sich als eine Überraschungstüte. Um 10 Uhr besuchten wir den Gottesdienst in der Peter und Paul Gemeinde. Schon beim Platznehmen in der Kirche konnten wir sehen, wie klein doch Gottes Welt ist. Neben Pastor Mogale (Pastor = Moruti) saß – sein alter Lehrer und Freund Pastor Baamann aus Hermannsburg. Die Wiedersehensfreunde war schon hier groß, aber nach dem Gottesdienst war sie noch um so größer.

Denn nach dem Gottesdienst war die Freude noch größer, weil herausstellte, dass viele weitere Pastoren mit ihren Familien sich im Gottesienst befanden und auch sie freuten sich darüber, die Freunde aus Südafrika wieder zu sehen.

Pastor Baamann nahm die Gruppe im Anschluss mit zum Missionsseminar, wo er uns viel über die Geschichte der Mission und der Missionsarbeit erzählte. Wir alle waren sehr überrascht, wie abwechslungsreich, interessant und welche teilweise auch kuriosen Geschehnisse die Geschichte der Hermannsburger Mission parat hält. Es war eine sehr gute Vertiefung dessen, was wir gestern im Ludwig-Harms-Haus zu sehen bekamen.

Am frühen Nachmittag hieß es dann: Auf Wiedersehen Hermannsburg und Herzlichen Willkommen im Landkreis Peine.

Sala sentle

Frank

Mai 14, 2012 at 7:17 am Hinterlasse einen Kommentar

Viel Nachdenkliches / Zweiter Tag

Dumelang,

 

am zweiten Tag unserer Gäste in Deutschland, gab es viel zu entdecken. Auch wenn Hemannsburg auf den ersten Blick nicht viel zu bieten scheint, so ist seine Geschichte und alles, was auch heute noch von hier gesteuert wird sehr interessant.

 

Nach dem Frühstück gingen wir in das Ludwig-Harms-Haus. Dort gibt es nicht nur einen sehr guten Buchhandel, sondern auch eine sehr interessante Ausstellung über die Geschichte und Wirkungsgebiete des Evangelisch Lutherischen Missionswerkes (ELM). Und es dauerte auch nicht sehr lange, bis unsere Gäste „alte“ Bekannte auf den Bildern wiederfanden.

 

Am Nachmittag fuhren wir zur Gedenkstätte Bergen-Belsen. Es schien so, als ginge es unseren Freunden wie uns, als wir in Mafikeng in Lonely Park (einem sehr armen Stadtteil von Mafikeng) waren. Wir wussten um die Probleme der Menschen in Südafrika, die HIV/AIDS hervorruft, aber es selber zu sehen ist etwas völlig anderes.

Auch unsere Freunde aus Mafikeng wissen um den Nazionalsozialismus, den zweiten Weltkrieg und die Konzentrationslager, aber die Bilder und Filme zu sehen hatte sie alle sichtlich bewegt.

 

Am Abend konnte wir eine interessante Wandlung erleben. Aus acht Bayern Fans sind in nicht einmal 90 Minuten 8 Dortmund Fans geworden. Wir können uns nicht erklären warum ;-)))

Nachdem der neue Pokalsieger feststand wurde dieser grandiose Sieg gemeinsam gebührend gefeiert.

 

Sala sentle

Frank

 

Mai 13, 2012 at 9:58 pm Hinterlasse einen Kommentar

Heute ist Ankunftstag

In gut einer Stunde landet die Delegation aus Borwa II in Hannover. Das Empfangskomitee macht sich so langsam auf den Weg. Ab morgen wird es die ersten Informationen in diesem Blog und auf www.kirche-Peine.de zu finden geben.

Für alle, die gern auf dem laufenden sein möchten – auf Twitter können Sie nach dem User borwa2 suchen und uns folgen.

Viele Grüße – oder wie man in Südafrika sagt: Sala sentle!

Frank

 

Mai 11, 2012 at 8:47 am Hinterlasse einen Kommentar

Gewalt gegen Ausländer in Südafrika

Mit der Gewalt gegen Ausländer in Südafrika befasst sich der SWR in einem Radiobeitrag, den man hier nachhören kann. Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) hat eine Pressemitteilung zum gleichen Thema veröffentlicht:

[Die in den seit gut zwei Wochen um sich greifende Gewalt gegenüber afrikanischen Zuwanderern in Südafrika hat bisher mehr als 50 Todesopfer und Hunderte von Verletzten gefordert.
Tausende flüchten mittlerweile vor der Gewalt zurück in ihre Heimatländer. Ausgangspunkt der Übergriffe war die Johannesburger Township Alexandra. Inzwischen mehren sich Berichte von Gewalttaten aus Städten wie Kapstadt und Durban.]

[…] Geschockt und mit scharfer Kritik reagieren die Kirchenleitungen der Ev.-luth. Kirche im Südlichen Afrika (ELCSA) und der Ev.-luth. Kirche im Südlichen Afrika Natal-Transvaal (ELKSA N-T) auf die fremdenfeindlichen Übergriffe der vergangenen Wochen in südafrikanischen Großstädten. Die beiden Partnerkirchen des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) fordern ihre Mitglieder dazu auf, den Opfern beizustehen. Darüber hinaus appellieren sie an die Regierung ihres Landes, ihre Einwandererpolitik zu verbessern und umzusetzen.

Laut einer Pressemitteilung der ELCSA brachte deren leitender Bischof, Dr. Johannes Ramashapa, während eines Treffens lutherischer Kirchenführer, seine Befürchtungen zum Ausdruck, dass diese Vorfälle sich auf das gesamte Land ausdehnen könnten. „Die Kirche erkennt als Ursachen und Antriebskräfte für diese sinnlosen Attacken das Ergebnis aus Fremdenfeindlichkeit, Kriminalität und einem Mangel an Mitgefühl sowie aus Ärger und Frustration, herrührend von massiver Armut und Ungleichheit“, heißt es in der Pressemitteilung. In ihr ruft die ELCSA die Regierung außerdem dazu auf, sich mit der tief verwurzelten Korruption und der Unzuverlässigkeit des staatlichen Dienstleistungssektors auseinanderzusetzen.

Die ELCSA übt aber auch Selbstkritik und ruft die gesellschaftliche Führungsschicht dazu auf, sich nicht von den Menschen abzuheben: „Wir bekennen, dass wir nicht immer dort bei den Menschen sind, die leiden und darum wie ‚Schafe ohne Hirten (Matthäus 9,36)‘ sind. Auch unsere politischen Eliten haben sich von den Menschen abgewandt. Darum rufen wir alle religiösen Führer, die Zivilgesellschaft und die Politiker dazu auf, sich nicht von der Gemeinschaft abzuwenden, in der sie leben, um zu verhindern, dass sie von Ereignissen, wie wir sie jetzt erleben, überrascht werden.“

Gerichtet an die Opfer der Übergriffe, bittet die ELCSA um Vergebung für diese dunkle Seite Südafrikas. „Wir geloben, mit anderen Glaubensgemeinschaften zusammenzuarbeiten, um eine dauerhafte Lösung zu finden und würdigen die Arbeit, die auf diesem Gebiet bereits geleistet wurde“, heißt es weiter.

Ihre Mitglieder fordert die Kirche dazu auf, „von diesen feindlichen Akten abzulassen und stattdessen Zeugen von der Liebe Christi zu werden und Fremde in unserer Mitte aufzunehmen, um den Opfern humanitäre Hilfe anzubieten.“

Die ELCSA verstehe sich als Anwalt für eine gleiche und gerechte Gesellschaft und verpflichte sich zu einem solidarischen Dienst an den Armen und an den an den Rand Gedrängten.

Die Kirchenleitung der ELKSA (N-T) verurteilt ebenfalls die Gewalttaten und „die fremdenfeindliche und opportunistische Haltung, die darin zum Ausdruck kommt.“ In einem Rundschreiben an alle Gemeinden fordert sie diese auf, „die Augen vor der eskalierenden Situation nicht zu verschließen, den Opfern beizustehen und ihnen, wo möglich, Schutz und Hilfe zu bieten, Hilfsorganisationen zu unterstützen und in Gottesdiensten und Gebeten die Not vor Gott zu bringen.“

Des weiteren ermutigt die Kirchenleitung die Gemeinden, „neben der politischen und gesellschaftlichen Ursachenforschung, auch danach zu fragen, welche Rolle Fremdenfeindlichkeit, Aggression und Gleichgültigkeit bei uns gespielt haben und spielen und wie wir zu ihrer Überwindung beitragen können.“

Auch Pastor Dieter Schütte, ELM-Referent für das südliche Afrika und selbst Südafrikaner, zeigt sich erschrocken über die Ausmaße der fremdenfeindlichen Exzesse auf die vor allem aus Simbabwe und Mosambik stammenden Zuwanderer. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Leitungen unserer Partnerkirchen und unseren Mitarbeitenden vor Ort“, so Dieter Schütte. Bisher seien Mitarbeitende und deren Familien nicht direkt durch die Gewalt gefährdet. „Aber wir hören mit scharfen Ohren hin, um schnell handeln zu können, wenn das Signal kommt: Ich muss hier raus!

[…]

(Hervorhebungen nicht im Original)

Quelle: Pressemitteilung des Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) vom 28. Mai 2008

Juni 9, 2008 at 5:05 pm Hinterlasse einen Kommentar


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